Magenkrankheiten und Magenkrebs

Magenkrankheiten und Magenkrebs

  1. ALLGEMEINE HINWEISE

Der Magen ist der größte Teil des Verdauungstrakts und liegt unter dem Diaphragma im oberen linken Teil der Bauchhöhle zwischen der Speiseröhre und Duodenum. Die Form des Magens hängt von vielen Faktoren ab, wie Mageninhalt, Position des Körpers, Alter und Tonus des Magenmuskels. Der Magen hat eine Kapazität von 1000 – 1500 mL und hat sein Inhalt, die Magensaft ist sauer. Diese saure Magensaft ermöglicht einerseits die Verdauung der Lebensmittel, andererseits die Inaktivierung der Mikroorganismen, was eine wichtige Rolle beim körperlichen Abwehrmechanismus spielt. Der Magen scheidet viele Flüssigkeiten neben der Sekreten aus, die für die Verdauung von Eiweißstoffen und für die Absorption von Vitamin B12 erforderlich sind. Der Magen hat auch andere Funktionen wie Einspeicherung, Mischung der Lebensmittel, Weiterleitung von Lebensmitteln an den Darm für weitere Verdauungs- und Absorptionsprozesse. Der Magen ist das größte Organ des Verdauungssystems und kann große Mengen von Nahrungen einspeichern. Für die Verdauung der Lebensmittel sollen die Magenflüssigkeit und die Lebensmittel gemischt werden, sodass sie gegeneinander reagieren können. Diese Mischung wird durch die peristaltischen Bewegungen des Magens ermöglicht. Der Magen, wenn er voll ist, mischt mit Hilfe von peristaltischen Bewegungen, die in jeder 20 Sekunden hervorgerufen werden, die soliden Lebensmittel mit seinen Flüssigkeiten,. Diese Mischung nennt man “Chymus” und wird langsam durch den Pylorus an Duodenum weitergeleitet. Die Flüssigkeiten verlassen den Magen schneller als die soliden Lebensmittel, etwa in 20 Minuten. Chymus verlässt den Magen hingegen in 1.5 Stunden.

  1. SYMPTOME

Die häufigsten Symptome sind Magenbrennen und Schmerz. Nausea, Erbrechen und bitterer Geschmack im Mund sind auch nicht selten. Darüber hinaus, die Verdauungsstörungen, Schluckstörung und Mundgeruch können auch als Symptome der Magenkrankheiten auftreten.

  1. UNTERSUCHUNG UND DIAGNOSE

Erst wird der Bauch untersucht. Körperliche Untersuchung ist normalerweise nicht ausreichend für die Diagnose der Magenkrankheiten. Die effektivste Methode ist Endoskopie, die die Diagnose, Biopsie und die Entfernung und beziehungsweise die Behandlung von Polypen ermöglicht. Ultraschall und Computertomographie sind auch behilflich bei der Evaluierung von Magen und benachbarten Strukturen. Bei der Krebspatienten kann man mit PET/CT auch die Metastasen evaluieren.

  1. DIE GUTARTIGEN MAGENKRANKHEITEN UND IHRE BEHANDLUNG
  2. Gastritis: Gastritis ist eine entzündliche Erkrankung der Schleimhaut des Magens und kann in jedem Alter auftauchen. Obwohl sie sehr häufig ist, verursacht relativ oberflächlichere Läsionen im Unterschied zum Magengeschwür. Hingegen, unbehandelte und fortgeschrittene Gastritis kann sich in Magengeschwür oder Magenkrebs umwandeln.

Ursachen:

Die wichtigste Ursache der Gastritis ist die Infektion verursacht von Helicobacter pylori. Umweltfaktoren, Ernährungsgewohnheiten und Lebensweise spielen auch wichtige Rolle. Besonders Menschen, die sich unregelmäßig ernähren, rauchen, ständig Fast-Food essen und oft alkoholhaltige Getränke trinken, sind für Gastritis mehr anfällig. Bei den Menschen, die viel rauchen und säuerliche Getränke trinken, erreicht die Magensäure hohe Konzentrationen und kann Gastritis verursachen. Der Stress, der einer der Ursachen von vielen Krankheiten ist, ist auch bei der Gastritis bewirkend.

Behandlung

Regelmäßige und gesunde Ernährung, entspannte Lebensweise und Übung sind hilfsreich für die Behandlung der Gastritis. Bevor der Behandlung soll man die Ursachen evaluieren. Wenn die Magensäure verantwortlich ist, verabreicht man Medikamente, die die Magensäure hemmen. Wenn Helicobacter pylori die Ursache der Gastritis ist, ist Antibiotikatherapie erforderlich. Gastritis-Patienten, die Medikamente wie Aspirin oder Rheumamittel verwenden, sollen sie diese Medikamente lieber aufgeben oder die Notwendigkeit dieser Therapien wieder abschätzen lassen.

  1. Magengeschwür: Magengeschwür ist ein tiefliegender Gewebedefekt der Magen- oder Duodenalschleimhaut, die von der Magensäure verursacht wird. Duodenalgeschwür ist häufiger als Magengeschwür in unserem Land. Männer erkranken dreimal so häufig am Duodenalgeschwür wie Frauen und die höchste Inzidenz ist in der Altersgruppe von 30-50 Jahren.

Ursache: Die häufigsten Beschwerden sind das Kratzgefühl und Magenbrennen im oberen Bauchteil, die normalerweise zwischen der Mahlzeiten gefühlt werden. Beim Duodenalgeschwür kann der Schmerz den Kranken in der Nacht wecken. Die Beschwerden werden im Frühling und Herbst heftiger. Manche Kranken erleben Symptome wie Nausea, Erbrechen, Erleichterung nach dem Erbrechen, Appetitlosigkeit und Abnahme. Die häufigste Ursache des Geschwürs ist das Bakterium Helicobacter pylori. Die genetische Prädisposition, chronischer Stress, Medikamente wie Kortison, Rauchen, Alkoholkonsum, Kaffee und Umweltverschmutzung können auch Geschwüre verursachen.

Komplikationen des Geschwürs: Das Geschwür kann folgende Komplikationen auslösen:

Blutung: Die Blutungen des oberen Verdauungstakts stammen oft von Geschwüren. Solche Blutungen des oberen Verdauungstakts können auch in Menschen, die früher keine Magenbeschwerden hatten, auftauchen. Übelkeit und kaltes Schwitzen vor dem Erbrechen und schwarzer Stuhl sind wichtige Symptome der Blutung und der Patient soll sofort einen Arzt aufsuchen.

Magendurchbruch: Der Magendurchbruch ist eine krankhafte Öffnung der Magenwand meist als Komplikation infolge eines Magen- oder Duodenalgeschwürs. Der Bauch wird steif und der Patient kann sich wegen des Schmerzes nicht bewegen. Eine sofortige Operation ist erforderlich.

Darmverschluss: Das Lumen des Darmes wird enger und eventuell verschlossen wegen des Ödems und Narbe, die wegen des chronischen Geschwürs entstehen. Der Kranke erbricht das Material, die der Magen weiterleiten kann. Das häufigste Symptom ist immer wieder auftretendes reichliches Erbrechen. Der Patient muss sofort operiert werden.

Patienten mit Geschwür sollen das Rauchen aufgeben. Die Verwendung von Medikamenten wie Aspirin und Rheumamittel und Alkoholkonsum sind auch riskant. Geschwüre werden meist mit Medikamenten behandelt und geheilt.

  1. Magenpolypen: Die Magenpolypen, die selten vorkommen, sind Zellmassen, die sich über der Schleimhaut der Magenwand entwickeln. Sie verursachen meistens keine Beschwerden oder Symptome. Deswegen werden sie oft während einer Untersuchung aus einem anderen Grund zufällig festgestellt.

Sie wandeln sich normalerweise nicht in den Krebs um, obwohl manche Arten das Magenkrebsrisiko erhöhen können. Sie können auch die Ursache der Blutung und Anämie sein, sodass die Polypen, die als gefährlich angesehen werden, chirurgisch entfernt werden sollen.

Ursachen: Magenpolypen entwickeln sich als eine Reaktion gegenüber einer Inflammation oder Läsion in der Magenwand und bilden geschwollene Strukturen. Ihre Frequenz ist proportional mit dem Alter. Man glaubt, dass die chronische Einnahme von manchen Medikamenten die Entwicklung von Polypen bewirken. Die häufigsten Arten der Polypen sind:

  • Hyperplastische Polypen: Sie entstehen als Antwort auf die chronische Entzündung in den Zellen der Magenoberfläche. Hyperplastische Polypen sind häufiger in Menschen mit Gastritis. Man glaubt, dass Helicobacter pylori, die Inflammation in der Magenwand verursacht, verantwortlich für die Entstehung von Polypen ist. Meist tragen sie kein Krebsrisiko. Aber Polypen mit einem Durchmesser größer als 2cm können relativ größeres Krebsrisiko haben.
  • Fundus-Drüsen-Polypen: Diese Polypen entstehen auch aus den Drüsenzellen in der Magenwand. Fundus-Drüsen-Polypen, die auch “adenomatöse Polyposis” heißen, tauchen in Menschen mit einem seltenen genetischen Syndrom auf. Da diese Art von Polypen riskant bzgl. Krebs, müssen chirurgisch entfernt werden.

Fundus-Drüsen-Polypen entstehen häufiger in Menschen, die chronisch Protonenpumpeninhibitors für die Hemmung der Magensäure einnehmen. Man soll sich aber für die Polypen, die nicht größer als 1cm sind, nicht sorgen. Noch größere Polypen tragen auch ziemlich geringes Krebsrisiko. Aber manche Ärzte empfehlen das Aufhören von Protonenpumpeninhibitors oder die Entfernung der Polypen.

  • Adenome: Sie entstehen aus der adenomatösen Zellen des Magens. Obwohl die Adenome die seltenste Art der Polypen sind, bilden sie die Gruppe mit dem höchsten Krebsrisiko. Man glaubt, dass sie vielmehr mit der Magenentzündung und hereditären “adenomatösen Polyposis” in Beziehung sind.

Diagnose: Folgende Tests und Verfahren werden bei der Diagnose von Magenpolypen verwendet:

  • Untersuchung der Innenwand der Speiseröhre und des Magens mit Endoskopie
  • Gewebeproben (Biopsie), die während der Endoskopie aus der verdächtigen Stellen erhalten werden, werden für die Lab-Analyse abgeschickt.

BEHANDLUNG UND MEDIKAMENTE

Die Behandlung nach der Art des Polypen:

  • Kleine Polypen, die nicht adenomatös sind, brauchen keine Behandlung, da sie keine Symptome oder Beschwerden verursachen und sich sehr selten in den Krebs umwandeln. Bei diesen Kranken empfiehlt der Arzt oft nur periodische Endoskopie-Untersuchung. Polypen, die sich vergrößern und Symptome hervorrufen, sollen chirurgisch entfernt werden.
  • Vergrößerte Magenpolypen müssen chirurgisch entfernt werden (meist während der Endoskopie durchgeführt).
  • Adenome werden auch während der Endoskopie ausgeschnitten.
  • Die Polypen, die mit der hereditären adenomatösen Polyposis in Beziehung sind, werden auch entfernt, da sie Krebsrisiko tragen.

Behandlung der H. pylori-Infektion

Wenn das Bakterium H.pylori in Ihrem Magen festgestellt wird, wird Ihr Arzt höchstwahrscheinlich eine Antibiotikatherapie verordnen. Die Behandlung der H.pylori-Infektion ermöglicht die Beseitigung der hyperplastischen Polypen und die Vorbeugung ihren Rückfall. Für die Ausrottung des Bakteriums, soll die Antibiotikatherapie mindestens einige Woche fortgeführt werden.

“Jährlich 900,000 Menschen sterben weltweit am Magenkrebs.”

Ursachen: Magenkrebs, bei dem auch die Ernährungsgewohnheiten wichtig sind, sind häufiger in Menschen, die viel Salz und wenig Gemüse und Frucht konsumieren. Gebrannter oder ungenügend gekochter Fleisch spielt auch eine Rolle. In Menschen, die rauchen, H-pylor-Infektion haben, übergewichtig sind, Magenkrebs in der Familie haben, ist das Magenkrebsrisiko relativ höher. Menschen mit solchen Risikofaktoren sollen unbedingt mit der Endoskopie untersucht werden.

Symptome:

  • Tastbare Masse in der Hälfte der Patienten
  • Schmerz und Schweregefühl im Magenbereich
  • Appetitlosigkeit und demzufolge Abnahme (in kurzer Zeit und in großen Mengen)
  • Übelkeit und Blähung nach der Mahlzeit
  • Nausea und Erbrechen
  • Anämie
  • Müdigkeit
  • Blutung im Magen oder Darm (es kann auch okkultes Blut sein).

Diagnose: Für die definitive Diagnose braucht man Endoskopie. Bei der Endoskopie, kann man sowohl die Lokalisation und die Größe des Tumors feststellen als auch eine Biopsie Probe erhalten. Biopsie-Untersuchung ist für eine definitive Diagnose erforderlich. Bei der Röntgenuntersuchung mit Barium kann man den Tumor zwar feststellen, aber es ist nicht ausreichend für die definitive Diagnose. Für den Grad der Tumorausbreitung wird die TNM-Klassifikation verwendet. Für diesen Zweck können Computertomographie, PET/CT und Kernspintomographie verwendet werden.

Behandlung: Die chirurgische Intervention ist die wichtigste Methode in der Behandlung des Magenkrebses. Keine andere Methode kann eine ordnungsgemäß durchgeführte Operation ersetzen. Besonders Magenkrebs mit niedrigem Grad können völlig mit der Chirurgie geheilt werden. Laparoskopische Chirurgie, die von erfahrenen Chirurgen durchgeführt wird, hat wichtige Vorteile wie erfolgreiche Resultate, weniger Schmerz, schnelles Aufstehen,